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2026-09-11

xox ohne SIM und ohne Google: die komplette Anleitung

xox fragt nie nach einer Telefonnummer, einer E-Mail oder einem Konto. Das ermöglicht etwas, das fast keine Messaging-App erlaubt: die Nutzung auf einem Telefon ohne SIM, das sich nie bei Google oder Apple angemeldet hat und nie einen App-Store gesehen hat. Ein solches Telefon hat keine Nummer, die man verfolgen, kein Konto, das man anfordern, und keine Werbe-ID, die man verkaufen könnte. Diese Anleitung erklärt, wie du es aufsetzt und was dir jeder Schritt bringt.

Ohne SIM, ohne Google-Konto, ohne App-Store: was ein Telefon für xox braucht – und was nicht.
Ohne SIM, ohne Google-Konto, ohne App-Store: was ein Telefon für xox braucht – und was nicht.

Warum die SIM das Problem ist

Eine SIM-Karte bindet dich an einen Vertrag, in den meisten Ländern an einen Namen und an einen Standort: Solange sie eingelegt ist, weiß das Netz, in welcher Funkzelle du bist, und falsche Basisstationen (IMSI-Catcher) können sie in einem Gebiet orten. Ohne SIM existiert dein Telefon für das Mobilfunknetz nicht. WLAN hat es weiterhin, und mehr braucht xox nicht.

Schritt 1: das Telefon

Fast jedes Android, das du ohne Konto einrichten kannst, eignet sich. Die sauberste Option ist ein Pixel mit GrapheneOS: Installation aus dem Browser in zehn Minuten, ohne Google-Dienste, mit getrennten Profilen (siehe unsere GrapheneOS-Anleitung). Bei einem normalen Android überspringst du die Google-Anmeldung bei der Ersteinrichtung und schaltest Backup und Werbe-ID aus. Auf dem iPhone lässt sich xox aus Safari ohne Apple-ID nutzen, auch wenn das System mehr Grenzen setzt.

Schritt 2: xox ohne Store installieren

Öffne xox.is im Browser und wähle „Zum Home-Bildschirm“: Du hast die komplette App, mit Benachrichtigungen, ohne Google Play. Unter Android kannst du die APK auch direkt von xox.is/get laden und die Installation erlauben, wenn das System fragt. Nichts davon braucht ein Konto, und Updates kommen trotzdem.

Schritt 3: verbinden, ohne Spuren zu hinterlassen

Nutze WLAN, möglichst ein Netz, das nicht auf deinen Namen läuft; xox speichert deine IP nicht und kann nicht wissen, wer du bist, aber das Netz sieht sie. Wenn nicht einmal das Netz wissen soll, dass du mit xox sprichst, kommt Tor ins Spiel: xox hat eine eigene .onion-Adresse und funktioniert im Tor Browser als vollständiger anonymer Messenger (ohne Anrufe, weil Tor kein WebRTC erlaubt). Du findest sie über den Link „xox über Tor“ in der Fußzeile von xox.is.

Schritt 4: in xox

Lege deine Identität an (auf dem Gerät erzeugt, ohne Registrierung), schalte den Tresor mit einer PIN aus 8 bis 12 Ziffern ein und setze eine Notfall-PIN. Teile deinen xox-Code persönlich oder über einen bereits sicheren Kanal. Für einmalige Gespräche legst du eine anonyme Identität an und löschst sie am Ende: Schlüssel, Kontakte und Chats verschwinden vom Telefon und waren nie woanders.

Was das schützt und was nicht

Es schützt vor Überwachung durch das Mobilfunknetz, vor dem Abgleich deiner Nummer zwischen Apps, vor Werbetracking und davor, dass deine Daten gelesen werden, wenn du das Telefon verlierst. Es schützt nicht vor jemandem, der dich persönlich beobachtet, vor Schadsoftware, die du selbst installiert hast, oder vor einem Kontakt, der einen Screenshot macht. Und denk daran: Google- oder Hersteller-Apps, die du installiert lässt, senden weiter Daten. Je weniger, desto besser.